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10.12.98: Stadt-Menschen -- Seite 1
Salzburg in der Westentasche

Sie fuehrte Prominente wie den japanischen Kronprinzen Hirohito oder den katalanischen Ministerpraesidenten Jahdi Buscholl durch Salzburg. Sie kennt die Stadt wie ihre Westentasche. Frau Brigitte Sebald ist die Obfrau des Vereins der geprueften Salzburger Fremdenfuehrer. 

Die gebuertige Wienerin verschlug es im Alter von 12 Jahren nach Salzburg. In der Mozartstadt fuehlte sich die Familie Sebald, die schon immer berg- und naturbegeistert war, bald sehr wohl. 
Fuer Sprachen interessierte sich die Fremdenfuehrerin schon als Kind. So besuchte sie in Wien die Volksschule im ”Lycee francais“, wo Franzoesisch fast zu ihrer zweiten Muttersprache wurde. Nach ihrer Matura am Musischen Gymnasium in Salzburg verliess sie Oesterreich fuer ein Jahr um in Madrid zu studieren. Sie belegte dort einen speziellen Lehrgang, der sich mit Spanien und dessen Kultur beschaeftigte. Nach ihrem Auslandsaufenthalt kam Brigitte Sebald zum ersten Mal mit dem Beruf ”Fremdenfuehrer“ in Beruehrung: Sie bekam einen Ferialjob bei der Salzburger Firma Albus, wo sie als Reiseleiterin arbeitete und vorwiegend in englischer Sprache fuehrte. Hier entdeckte sie die Leidenschaft zu diesem Beruf. Nach verschiedenen Taetigkeiten bei anderen Unternehmen besuchte sie schliesslich einen Fremdenfuehrerkurs am WIFI und machte sich vor ueber 15 Jahren selbstaendig.  
Als die Fremdenverkehrsbetriebe der Stadt Salzburg die Vermittlung von Fremdenfuehrern abgeben wollten, gruendeten Brigitte Sebald und einige Kollegen den Verein der geprueften Salzburger Fremdenfuehrer. Seit fast zwei Jahren ist sie Obfrau dieses Vereins. 
Waehrend ihrer Taetigkeit als Reiseleiterin erlebte Brigitte Sebald schon einiges: ”Von der ganzen Welt stellen Amerikaner die naivsten Fragen - das ist sicher. Da passiert es natuerlich, dass man am Taufbecken im Dom gefragt wird, ob da der Moses schon getauft worden ist.“ 

bk 

 

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