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1.12.98: Ethnolinks -- Seite 1
Zweiklassengesellschaft in der Mozartstadt ?

Salzburg empfaengt als weltberuehmte Touristenstadt jaehrlich Tausende Besucher aus dem Ausland.
Doch nicht alle kommen der Sehenswuerdigkeiten wegen, sondern bringen andere Ambitionen mit sich:
Sie wollen hier studieren! Fuer sie klingt der Aufenthalt in der "Musikstadt" oft nicht wie eine "Mozartserenade".

Matthias Emberger, Mitarbeiter von Helping Hands Salzburg, im Gespraech mit Luis Cordero fuer den "SalzBurger" zur Situation der auslaendischen Studierenden in Salzburg..  

Im Wintersemester 1996/97 waren 1.966 Studenten an der Universitaet Salzburg und der Hochschule "Mozarteum" als ordentliche Hoerer inskribiert. Mehr als 10 % aller StudentInnen besitzen keinen oesterreichischen Pass und werden deswegen oft mit Problemen in Groesse des Gaisbergs konfrontiert. Die Schwierigkeiten beginnen bereits bei der Einreise: "Viele kommen mit einem Touristenvisum nach Oesterreich und erhalten dann keine Aufenthaltserlaubnis als Studenten. Sie muessen erst wieder ausreisen, um die Bewilligung vom Ausland beantragen zu koennen. Das ist ein spezieller Fall in Salzburg", betont der sechsundzwanzigjaehrige Jus - Student von Helping Hands. Helping Hands Salzburg arbeitet seit 1995 in der kostenlosen Rechtsberatung von AuslaenderInnen bei Fragen zu den Fremdengesetzen und unterstuetzt sie bei ihrer Integration.

Kritisch setzte sich der Sachbearbeiter auch mit einer anderen Problematik auseinander: auslaendischen Studenten ohne EU-Staatsbuergerschaft ist es gesetzlich untersagt, neben dem Studium zu arbeiten. Nach dem Gesetz werden arbeitslose OesterreicherInnen zuerst beschaeftigt, die AuslaenderInnen stehen an zweiter Stelle. Emberger erklaerte, dass es vom Gesetz her so gedacht sei, dass die Studenten "sich in Oesterreich ausbilden lassen" dann aber "in ihrem Heimatland arbeiten muessen." In diesem Bereich wurde seit 1.1.1998 im neuen Fremdengesetz ein eigener Aufenthaltstitel extra fuer nicht EU-StudentInnen so konzipiert, damit sie nach Beendigung ihrer Ausbildung in ihre Heimatlaender zurueckkehren. 

Zur Frage, ob Salzburg als Touristenstadt auslaendische Studierende besser als andere oestereichische Staedten empfaengt, meinte Emberger, "es gibt hier eine Zweiklassengesellschaft von AuslaenderInnen. Die Touristen, die viel Geld bringen und deshalb schon gerne gesehen sind". Auf der anderen Seite sind es die "normalen Auslaender, die von einem Teil der Bevoelkerung nicht sehr herzlich empfangen werden." In Zusammenhang mit dem Abbau von negativer Stimmung gegen AuslaenderInnen in Salzburg, meinte Matthias Emberger, dass Veranstaltungen und Feste dabei helfen wuerden, AuslaenderInnen und OesterreicherInnen zusammen zu fuehren, um einander kennenzulernen. Wenn die Kulturen zusammenkaemen, wuerde man am leichtesten die Vorurteile abbauen.

 

 

Helping Hands Team in der ÖH


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Auslaendische Studierende in der ÖH 

 


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Weiterführende Links: 
   
Helping Hands Salzburg

Helping Hands Wien

Ausländische Studierende

Information for international students interested in studying at Austrian

Regierungsvorlage
685 d.B. - (Fremdengesetz 1997 - FrG)

-als HTML-Seite

Aufenthaltsvisum

FREMDENRECHT Integration vor Neuzuwanderung (Öffentliche Sicherheit)

Auslaenderinnenreferat Wien
über Fremdengesetz

ÖH Salzburg: Ausländerreferat

ÖH Salzburg:
Referat für Internationales


 

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