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Salzburg empfaengt als weltberuehmte Touristenstadt jaehrlich
Tausende Besucher aus dem Ausland.
Doch nicht alle kommen der Sehenswuerdigkeiten wegen, sondern
bringen andere Ambitionen mit sich:
Sie wollen hier studieren! Fuer sie klingt der Aufenthalt in der
"Musikstadt" oft nicht wie eine "Mozartserenade".
Matthias Emberger, Mitarbeiter von Helping Hands Salzburg, im Gespraech mit Luis Cordero fuer den "SalzBurger"
zur Situation der auslaendischen Studierenden in Salzburg..
Im Wintersemester 1996/97 waren 1.966 Studenten an der Universitaet Salzburg und der Hochschule "Mozarteum" als ordentliche Hoerer inskribiert.
Mehr als 10 % aller StudentInnen besitzen keinen oesterreichischen
Pass und werden deswegen oft mit Problemen in Groesse des Gaisbergs
konfrontiert. Die Schwierigkeiten beginnen bereits bei der Einreise:
"Viele kommen mit einem Touristenvisum nach Oesterreich und erhalten
dann keine Aufenthaltserlaubnis als Studenten. Sie muessen erst wieder ausreisen, um die Bewilligung
vom Ausland beantragen zu koennen. Das ist ein spezieller Fall
in Salzburg", betont der sechsundzwanzigjaehrige Jus - Student
von Helping Hands. Helping Hands Salzburg arbeitet seit 1995 in
der kostenlosen Rechtsberatung von AuslaenderInnen bei Fragen
zu den Fremdengesetzen und unterstuetzt sie bei ihrer Integration.
Kritisch setzte sich der Sachbearbeiter auch mit einer anderen
Problematik auseinander: auslaendischen Studenten ohne EU-Staatsbuergerschaft
ist es gesetzlich untersagt, neben dem Studium zu arbeiten. Nach
dem Gesetz werden arbeitslose OesterreicherInnen zuerst beschaeftigt,
die AuslaenderInnen stehen an zweiter Stelle. Emberger erklaerte,
dass es vom Gesetz her so gedacht sei, dass die Studenten "sich
in Oesterreich ausbilden lassen" dann aber "in ihrem Heimatland
arbeiten muessen." In diesem Bereich wurde seit 1.1.1998 im neuen
Fremdengesetz ein eigener Aufenthaltstitel extra fuer nicht EU-StudentInnen so konzipiert, damit sie nach
Beendigung ihrer Ausbildung in ihre Heimatlaender zurueckkehren.
Zur Frage, ob Salzburg als Touristenstadt auslaendische Studierende
besser als andere oestereichische Staedten empfaengt, meinte Emberger,
"es gibt hier eine Zweiklassengesellschaft von AuslaenderInnen.
Die Touristen, die viel Geld bringen und deshalb schon gerne gesehen
sind". Auf der anderen Seite sind es die "normalen Auslaender,
die von einem Teil der Bevoelkerung nicht sehr herzlich empfangen
werden." In Zusammenhang mit dem Abbau von negativer Stimmung
gegen AuslaenderInnen in Salzburg, meinte Matthias Emberger, dass
Veranstaltungen und Feste dabei helfen wuerden, AuslaenderInnen
und OesterreicherInnen zusammen zu fuehren, um einander kennenzulernen.
Wenn die Kulturen zusammenkaemen, wuerde man am leichtesten die Vorurteile abbauen.
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